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// égalité //

Aktuell hat die Diskussion um die Sozialreformen die Schere zwischen Besitzenden und Nichtbesitzenden ins Bewusstsein gerückt. 10% der Haushalte besitzen 42% des Nettovermögens in Deutschland, während die unteren 50% nur über 4,5% davon verfügen. Dadurch wachsen Wut, Frustration, Gewaltbereitschaft, Neid und soziale Kälte.

das performanceprojekt "besitznichtbesitz" mit frankfurter sozialhilfeempfängern, wohnungslosen und reichen stellt die menschen als spezialisten ihres lebens, ihre weisheit und wut, in den mittelpunkt der künstlerischen arbeit und betrachtet den prozess der auseinandersetzung mit dem thema und den schicksalen nach dem ende der theatervorstellungen und dem abbau der videoinstallation von raman zaya an der hauptwache nicht als abgeschlossen.

im gegenteil: gar nichts hat sich gelöst. der alltägliche kampf um ein würdiges dasein geht für die armen weiter. für die wohlhabenden bleibt das bewusstsein ihrer privilegiertheit bestehen.

wie lange noch?

die internetseiten von besitznichtbesitz bleiben - und sollen vor allem im forum und der jobbörse den diskurs lebendig halten. bislang äußerte sich die kunstexterne öffentlichkeit im forum nur zögernd.

warum?

wird das engagierte gutmenschentum beruhigt abgenickt, das mit kunstanspruch gerne goutiert ... und dann? wir wünschen uns streit, äußerung und widerspruch auf diesen seiten!!!